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Angst essen Lachen auf

Von Boris T. Kaiser

Jürgen von der Lippe will keine Witze über den Islam machen. Genauer gesagt: Er traut sich nicht. Nicht nur, weil er, wie er selbst sagt, in das Thema „nicht genug eingelesen“ ist, sondern schlicht und ergreifend aus Angst. „Da ist mir mein Leben wichtiger als ein guter Gag“, bekannte der prominente Fernsehunterhalter ganz offen in einem Interview mit der Bild am Sonntag.

Die Aussage ist beachtlich. Zumal dem Humoristen in Sachen Religion sonst wenig heilig ist. Witze über den Katholizismus gehören so selbstverständlich zu von der Lippes Bühnenprogrammen wie die schrillen Hawaiihemden und seine legendären Peter-Maffay-Imitationen. Mit der Komödie „Nich‘ mit Leo“ widmete der ehemalige Meßdiener dem Beruf des Pfarrers und der katholischen Kirche einst gar gleich einen ganzen Film.

Dieter Nuhr muß sich als „Haßprediger“ beschimpfen lassen

Allzu große Angst vor wütenden Christen, die unter „Gott ist groß“-Rufen bewaffnet ein Kino oder einen Theatersaal stürmen, muß ein Komiker ganz offensichtlich nicht haben. Dennoch gelten Witze über die Kirche und das Christentum auf deutschen Kabarett-Bühnen noch immer als Gipfel der Kühnheit und bringen dem Kleinkunst-Helden zumindest einen sicheren Zwischenapplaus pro Abend.

Komiker, die Witze über den Islam machen, sucht man dagegen in der weiten Unterhaltungslandschaft meist vergebens. „Über jede andere Religion kann man ja reden, nur über den Islam nicht, weil es zu konkreter körperlicher Gewalt führt. Sie können alles über Christus sagen, aber nicht über Mohammed“, bemängelte einst der Kabarettist Dieter Nuhr, der sich die Freiheit der humoristischen Islamkritik trotz allem selbst immer wieder rausnimmt. Dafür bekam er bereits eine Anzeige wegen Islambeleidignung und darf – mit richterlicher Genehmigung – von Salafisten als Haßprediger bezeichnet werden. Aber immerhin: Er lebt noch!

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Anja Reschke: Miss Gratismut und die alten weißen Männer

Von Boris T. Kaiser

Wie könnte man als linke Haltungsjournalistin besser ins neue Jahr starten, als mit einem Seitenhieb gegen alte weiße Männer? Das dachte sich wahrscheinlich auch die öffentlich-rechtliche Chefmoralistin Anja Reschke. Auf Twitter schrieb sie zum Jahresanfang: „Vorsatz für 2019: wütende weiße Männer in den Arm nehmen und ihnen sagen, daß sie immer noch tolle Hechte sind.“

Wo Reschke und Co. die ganzen wütenden weißen Männer finden, von denen sie permanent sprechen, sei genauso dahingestellt, wie die Frage, ob diese denn allzu großen Wert darauf legen, ausgerechnet von der Frau vom Norddeutschen Rundfunk umarmt zu werden.

Geistige Tiefflieger liefern Reschke Munition

Ob sie es nun wollen oder nicht: Die meisten weißen Männer, und seien sie auch noch so „wütend“, wird die Autorin der gedruckten Moralpredigt „Haltung Zeigen“ wohl völlig gefahrlos umarmen können. Auch wenn sich so mancher von ihnen vermutlich sehnlichst mindestens eine Armlänge Abstand wünschen wird.

Einige wütende weiße Männer lassen es sich aber natürlich auch diesmal nicht nehmen, auf die billige Provokation einzusteigen, um Reschke genau die Reaktionen zu liefern, die sie erwartet. Mit den gesammelten digitalen Ergüssen der sich in ihrem Netz verfangenden geistigen Tiefflieger kann die Gute dann wieder den Rest des Jahres hausieren gehen, um sich und den anderen Blasenbewohnern zu beweisen, wie wichtig es ist, gegen diese bösen „Wutbürger“ da draußen Stellung zu beziehen.

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A Meinung haben

Von Boris T. Kaiser

Wie die meisten Kreativen stehen auch Musiker in der Regel politisch links. Anti-AfD-Ansagen gehören auf Konzerten genauso zum guten Ton, wie gefühlsduselige „Refugees Welcome“-Parolen und gesungener Pazifismus. Auch Journalisten sind heute in den meisten Fällen links. So links, daß selbst extremistische Politpunkbands wie „Feine Sahne Fischfilet“ von ihnen mit Lobeshymnen überschüttet werden. Sogar öffentlich rechtliche Redakteure huldigen dem, in ihren Ohren offenbar wohlklingenden, Linksradikalismus. Eine Tatsache, die eigentlich jedem echten Punk-Rocker peinlich sein müßte.

Künstler, die nicht eindeutig links sind, haben es dagegen schwer in der Presse. Die Südtiroler Band „Frei.Wild“ wird von vielen Medien seit Jahren in die rechte bis rechtsextreme Ecke gedrängt. Zwar hat sich die Gruppe mehrfach, in Statements und auch in ihren Liedern, von jeglicher Form des Extremismus distanziert, aber das hat ja schon den „Böhsen Onkelz“ nichts genutzt.

Auch der österreichische „Volksrocker“ Andreas Gabalier sieht sich seit Jahren immer wieder mit dem „Rechts“-Vorwurf linker Medien konfrontiert. Der meinungsstarke Mann aus der Steiermark macht alles, was man heute eigentlich nicht mehr machen „sollte“. Er bekennt sich zu seinem christlichen Glauben, der Liebe zu seiner Heimat und setzt sich immer wieder kritisch mit dem linken Zeitgeist auseinander. Von den Zeitgeistmachern wird er dafür leidenschaftlich gehaßt, verspottet und nicht selten schlicht verleumdet.

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Nach Verurteilung: Der jähe Absturz des Vorzeige-Migranten

Von Boris T. Kaiser

Mit der Verurteilung von Flüchtlingsblogger Aras B. wegen sexueller Belästigung seiner Mitschülerinnen ist das passiert, was viele schon lange erwartet haben. Der linksgrünen medialen Klasse ist ihre Galionsfigur im Kampf um die öffentliche Meinung beim Thema Asyl um die Ohren geflogen, daß es nur so pfeift.

Die Geschichte des Aras B. ist eine Geschichte des Scheiterns. Vor allem des Scheiterns all jener, die den damals 19jährigen Syrer zum Star und Vorzeige-Beispiel für Integration aufgebaut haben. Die Tatsache, daß er kein Terrorist war, keine bekannten Vorstrafen hatte und einigermaßen Deutsch konnte, reichte vielen linksliberalen Medienschaffenden aus, um in ihm die ultimative Widerlegung aller rechten Vorurteile gegenüber Flüchtlingen zu sehen.

Munition für rechte Troll-Armeen

Seine öffentlichen Äußerungen zeigten schon sehr früh, daß er dazu nicht besonders geeignet ist. Nach der Silvesternacht 2015, in der es zu massiven sexuellen Übergriffen von Einwanderern auf Frauen in Köln und anderen deutschen Städten kam, gab der Syrier auf Twitter den Opfern die Schuld dafür. Diese hätten nachts eben nicht alleine unterwegs sein sollen. Später redete er sich mit einem sprachlichen Mißverständnis heraus.

Seine neuen Freunde in Politik und Medien glaubten ihm. Sie wollten ihm glauben. Um ihn fallen zu lassen oder auch nur etwas kritischer zu betrachten, war Aras B. damals einfach noch zu wertvoll. Als Projektionsfläche für linke Multikulti-Träumereien, aber auch als Provokateur, der durch unverschämte Forderungen genau die Reaktionen auslöste, die man brauchte, um das Bild einer rechten Troll-Armee im Internet weiter aufrechtzuerhalten.

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„Zentrum für politische Schönheit“: Jagd auf Andersenkende

Von Boris T. Kaiser

Das „Zentrum für politische Schönheit“ hat mal wieder zugeschlagen. Mit „Soko Chemnitz“ hatte die Gruppe um den Aktionskünstler Philipp Ruch einen Online-Pranger für rechte Demonstranten ins Leben gerufen. Daß es dafür Strafanzeigen hagelte – unter anderem vom Land Sachsen und dem Jüdischen Forum – hat natürlich nichts damit zu tun, daß Ruch die Seite nach kurzer Zeit bereits wieder vom Netz nahm.

Ruch ist so etwas wie der Christoph Schlingensief für geistig Arme. Doch während sich die Aktionen des 2010 verstorbenen Enfant terrible meist gegen die Großen und Mächtigen richteten, hat sich der Deutsch-Schweizer mit dem Dreck im Gesicht, deutlich leichtere Opfer für sein künstlerisches Mobbing ausgesucht.

Schlingensief rief Arbeitslose zum Massenbaden im Wolfgangsee auf, um das Ferienhaus des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl zu fluten. Ruch nistete sich in direkter Nachbarschaft zum AfD-Oppositionspolitiker Björn Höcke ein, um ihn auszuspionieren und ihm und seiner Familie ein selbstgebasteltes Holocaust-Mahnmal vor den Garten zu stellen.

Ruch wäre ein würdiger Nachfolger von Steffen Seibert

Schlingensief wollte ein Opernhaus in Afrika bauen. Ruch entwendete Berliner Mauerkreuze und will eine „Brücke für Flüchtlinge von Afrika nach Europa bauen“. Schlingensief gründete seine eigene Partei – „Chance 2000“ – und rief den Bürger auf: Wähle Dich selbst! Ruch schuf einen Internet-Pranger, um Bürger zu denunzieren, die es gewagt hatten, gegen die Regierung und die Verhältnisse auf die Straße zu gehen. Schlingensief war ein Linksintellektueller. Ruch ist einfach nur links. Vielleicht sogar einfach nur link.

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ARD-Themenabend: Lauwarmer Kaffeeklatsch

Von Boris T. Kaiser

Die ARD widmete sich am gestrigen Montagabend der Frage um die Nachfolge von Angela Merkel als CDU-Vorsitzende. In der Talkshow „hart aber fair“ kam es zu Beginn der Sendung zu einem kleinen Tumult, weil ein Zuschauer lautstark gegen den UN-Migrationspakt protestierte und daraufhin von Sicherheitsleuten aus dem Studie befördert wurde.

Danach wurde die Diskussion deutlich gesetzter. Leider nicht gehaltvoller. Dies lag auch an den Gästen. So hatte die Redaktion aus irgendeinem Grund Klaus Wowereit eingeladen. Der einstige SPD-Chaos-Bürgermeister von Berlin warf der CDU Mittelmäßigkeit bei der Personalsuche vor. Dazu gehört angesichts der politischen Pleiten, Pech und Pannen-Bilanz Wowereits und dem Zustand seiner eigenen Partei schon reichlich Chuzpe.

Überhaupt wirkte die Gästeauswahl etwas willkürlich zusammengewürfelt. Nicht nur, weil der große blaue Elefant im Raum, die AfD, mal wieder mit keinem Gast vertreten war. Dafür war, wie so oft, FDP-Chef Lindner dabei. Aus den Reihen der CDU war der Merz-Fan Christian von Stetten eingeladen. Seine mangelnde Talkshowerfahrung machte ihn merklich gehemmt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, daß die WDR-Redakteure gerade ihn als Vertreter der Merz-Fraktion ausgewählt hatten.

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