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Männer sind Schweiger

Von Boris T. Kaiser

Bei einer Debatte geht es darum, wer die besseren Argumente hat. So war es zumindest, bis die sogenannte politische Korrektheit Einzug in die demokratischen Gesellschaften erlangt hat. In der heutigen Debattenkultur geht es um andere Dinge. Es geht darum, mit seinen Argumenten und Fakten niemanden zu verletzen.

Nicht ob eine Aussage sachlich, sondern ob sie moralisch richtig ist, entscheidet darüber, wie sie öffentlich bewertet wird; ja ob sie überhaupt öffentlich vorgetragen werden darf. Im Studentenparlament der Humboldt-Universität zu Berlin gibt es neuerdings noch ein weiteres Kriterium: Das Geschlecht desjenigen der das Argument vorträgt.

Männliche Debattenbeiträge als Zeitverschwendung

Die Berliner Studenten haben sich selbst eine neue Regel auferlegt. Jede Debatte soll sofort beendet werden, wenn sich keine Frauen mehr zu Wort melden. „Harte Quotierung“ nennen sie das. Den Studenten, die an dieser Stelle vermutlich lieber „Studierende“ genannt werden würden, geht es darum, die Gleichberechtigung zu stärken. Sie wollen dafür sorgen, daß Männer in einer Diskussion nicht mehr reden als Frauen. Mal ganz davon abgesehen, daß dies, wenn man die reale Welt hier als Maßstab nehmen kann, nur äußerst selten vorkommen dürfte, steckt hinter dem absurden Beschluß aber noch deutlich mehr.

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Racial Profiling: Urteil fernab der Realität

Von Boris T. Kaiser

Die Erkenntnis, daß sich die Politik immer mehr von der Lebenswirklichkeit der Bürger entfernt, ist schon lange trauriges Allgemeingut. Daß auch deutsche Gerichte oft fernab der Realität urteilen, wurde jetzt durch ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster bestätigt.

Die Richter sahen in einer Personenkontrolle eines dunkelhäutigen Mannes durch die Bundespolizei einen Verstoß gegen das Grundgesetz. Zu dem Urteil kam es, weil ein 43jähriger Schwarzer geklagt hatte, nachdem er im November 2013 im Bochumer Hauptbahnhof aufgefordert worden war, seine Ausweispapiere vorzuzeigen.

Der Kläger fühlte sich als Opfer von „Racial Profiling“. Die Richter sahen das nun auch so. Die Polizei dürfe nur dann auch die Hautfarbe als Anknüpfungspunkt für eine Kontrolle wählen, wenn Personen, die ein solches Merkmal aufweisen, an dem entsprechenden Ort überproportional häufig strafrechtlich auffallen. Eine gute Nachricht für alle Terroristen, die künftig nur noch darauf achten müssen, ihre Anschläge nicht alle am gleichen Ort zu begehen.

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#MeTwo: Schuldzuweisung für das eigene Versagen

Von Boris T. Kaiser

Das große Jammern ist losgebrochen. Unter dem Hashtag „MeTwo“ berichten in Deutschland lebende Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund über ihre Erfahrungen mit Diskriminierung oder über das was sie dafür halten.

Auslöser der Debatte war die Rücktrittserklärung von Mesut Özil und die darin enthaltenen Rassismus-Vorwürfe. Die Schuld für seine extreme Unbeliebtheit in Deutschland suchte der ehemalige Nationalspieler nicht etwa bei sich selbst, sondern bei so ziemlich allen Anderen.

Weinerliche Kampagne

Genauer gesagt: bei so ziemlich allen Deutschen. Wer Özil für sein gemeinsames Foto mit dem türkischen Despoten Erdogan, für seine Weigerung, die deutsche Nationalhymne zu singen oder auch nur für seinen fußballerischen Schlafwandel bei den Vorrundenspielen der WM in Rußland, kritisiert, hat dafür angeblich nur einen einzigen Grund: Ausländerfeindlichkeit!

Mangelnde Selbstkritik und weinerliche Schuldzuweisungen an die deutsche Gesellschaft für das eigene Versagen. Es ist exakt diese Haltung, die sich auch in den Schilderungen vieler widerspiegelt, die derzeit unter #MeTwo über vermeintlichen Alltagsrassismus klagen.

Der durch den sogenannten „Sozial-Aktivisten“ Ali Can ins Leben gerufene Hashtag knüpft auf besonders kecke Weise an die weltweite MeToo-Debatte an. So mancher scheint mit seinen Vorwürfen diese an Albernheit noch überbieten zu wollen. Auf der nach oben offenen Sawsan-Chebli-Peinlichkeits-Skala werden gerade täglich neue Rekordwerte erreicht.

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Bannon-Stiftung: Das Establishment zittert

Von Boris T. Kaiser

Die Ankündigung des ehemaligen Chefstrategen von Donald Trump, Steve Bannon, sich in Europa politisch betätigen zu wollen, hat vor allem in Deutschland großes Unbehagen ausgelöst. Politik und Medien reagierten mitunter regelrecht panisch auf eine mögliche Einflußnahme auf die Europawahlen im kommenden Jahr. Dabei ist das, was der frühere Breitbart-Chef über seine Pläne bisher verlauten lies, noch recht wage.

In den deutschen Mainstream-Medien glaubt man aber schon jetzt zu wissen, daß der Politikberater bereits Kontakt zu „rechtsextremen Parteien in ganz Europa“ habe. Das US-Nachrichtenportal Daily Beastberichtete, Bannon wolle eine Stiftung mit dem Namen „The Movement“ gründen und damit eine „rechtspopulistische Revolte“ vor den Wahlen zum Europaparlament im Frühjahr 2019 auslösen.

Zum ersten Mal den Schuß gehört

Es ist wohl auch diese Sprachgewalt, die Politiker und Redaktionen in Deutschland erschaudern läßt. Grund für die deutsche Bannon-Hysterie dürften aber durchaus auch Verlustängste der noch immer dominanten Meinungsmacher sein. Ein so erfolgreicher politischer Menschenfischer wie Bannon könnte das so liebgewonnene linksliberale Meinungsmonopol weiter beschädigen.

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Neuötting: Mit Kopftuch und Dirndl für Erdogan

Von Boris T. Kaiser

Im oberbayerischen Neuötting hat eine Politikerin der SPD fast eine Woche lang eine Propaganda-Fahne von Recep Tayyip Erdogan aus dem Fenster ihres Wohnhauses gehängt. Bei der Politikerin handelt es sich um Saniye Can. Ihre Flagge trug die Aufschrift „Stehe aufrecht, bleibe unbeugsam, die Menschen sind mit Dir“. Dazu das Konterfei des türkischen Despoten. Sie ist die erste türkischstämmige Stadträtin in ihrem Landkreis.

Can ist außerdem Referentin ihrer Stadt für Integration. Bei ihrer Vereidigung trug sie einen fliederfarbenen Hidschab. Daß man sie dennoch für das Amt der Integrationsreferentin für geeignet hielt und sich bisher – nicht einmal in der CSU – allzu großer Widerstand gegen sie regte, liegt wohl daran, daß die SPD-Frau, die vor 17 Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft annahm, auch regelmäßig Dirndl trägt. Auch in Bayern ist man, was die Integration angeht, offenbar inzwischen sehr bescheiden bis nahezu völlig anspruchslos geworden.

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Grenzenlose Naivität

Von Boris T. Kaiser

Ganz Deutschland reagierte mit Erleichterung und ungetrübter Freude auf die Rettung der zwölf Jungs, die 17 Tage lang, von Wasser eingeschlossen, in einer Höhle im Norden Thailands ausharren mußten. Ganz Deutschland? Nein. Eine kleine Gruppe von linken Meinungsmachern findet an der Anteilnahme der Deutschen am Schicksal der thailändischen Kinder und Jugendlichen etwas auszusetzen und versucht, auf dem schlagzeilenbestimmenden Thema ihr politisches Süppchen zu kochen.

In linken Kreisen scheint man mittlerweile wirklich nur noch ein Thema zu kennen: Flüchtlinge. Was interessant ist, da die Fixierung auf das Thema Asylkrise genau das ist, was Linke dem politischen Gegner immer wieder vorwerfen. Jedem, der die Probleme anspricht, die durch die unkontrollierte Masseneinwanderung tagtäglich verursacht werden, wird von linker Seite unterstellt, er würde die Flüchtlinge zum Sündenbock für alles machen.

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