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Mannheim: Was ist dran am angeblich identitären Angriff aufs „ewwe longt´s“

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Von Boris T. Kaiser

In Mannheim sollen Mitglieder der „Identitäten Bewegung“ bei der Eröffnung eines neuen linken Jugendzentrum randaliert haben. Die Meldungen reichen von „Störaktion“, bis hin zum „Angriff“ durch mutmaßliche „Rechtsextremisten“. Unter den Beteiligten der Aktion konnte auch Leon Stockmann, der dem Landesvorstand der Jungen Alternative in Baden-Württemberg angehört, ausgemacht werden. Doch was ist wirklich dran an der Geschichte?

Liest man die meisten Medienmeldungen, ist die Sache mal wieder ziemlich eindeutig: Die bösen Rechten, haben die guten Linken angegriffen. So in etwa schildert es auch die Journalistin Katja Thorwarth, in ihrem Artikel für die „Frankfurter Rundschau“. Es ist ihr dabei auch nicht zu peinlich, die mittlerweile weitgehend widerlegte Geschichte um den vermeintlichen Angriff auf eine taz-Mitarbeiterin in Berlin nochmal aufzuwärmen.

Die Ereignisse aus Mannheim lesen sich bei ihr wie folgt:

„Dort wurde ein linkes Zentrum mit einem Fest eröffnet; „ewwe longt´s“ in der Neckarstadt hatte zahlreiche Interessierte und Sympathisanten angelockt. Aber auch zirka 15 Mitglieder der „Identitären Bewegung“, die versucht haben sollen, sich Zugang zu verschaffen, wie auf der Faceboock-Seite von „ewwe longt´s“ mitgeteilt wird. Von den Gästen der Veranstaltung seien sie daran gehindert worden. Reagiert haben sie mit Pfefferspray und einer Signalfackel, wodurch einige Personen leicht verletzt wurden. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz.“

Die Frage, wie genau die „Rechten“ von den Gästen gehindert worden seien, an der öffentlichen Veranstaltung teilzunehmen, findet in Thorwarths Artikel genauso wenig Platz, wie die Erwähnung, dass es sich bei dem „Sprengstoff“, bei Betrachtung eines auch von ihr zitierten Videos von dem Vorfall, offenbar nur um einen relativ harmlosen Feuerwerkskörper (laut Polizei ein bengalisches Feuer) gehandelt hat.

Dafür geht die FR-Frau ausführlich auf die Anwesenheit von Leon Stockmann ein. Dieser ist schließlich Mitglied der „Jungen Alternative“. Er dürfte also offiziell gar nichts mit der „IB“ zu tun haben.

Hat Stockmann, gegen alle Abgrenzungsbeschlüsse, eine gemeinsame Aktion mit der „Identitären Bewegung“ durchgeführt? Nun, er selbst bestreitet das. Auch die „IB“selbst, bestreitet in einer offiziellen Stellungnahme, dass überhaupt Mitglieder ihrer Organisation bei der Aktion anwesend waren und kündigt rechtliche Schritte gegen die „Falschbehauptung“ an.

Woher stammen die Infos?

Als Quelle für ihre Informationen nennen „Frankfurter Rundschau“ und andere Medien: „Kommunalinfo Mannheim“. Was so neutral, ja fast schon offiziell, klingt, ist in Wahrheit, das Hausmedium der örtlichen Linkspartei. Als „Betreiber und Verantwortlicher für den Inhalt“ wird im Impressum Roland Schuster genannt. Der Politiker ist Bezirksbeirat der Mannheimer Linken. „Kommunalinfo Mannheim“ ist also nicht gerade die objektivste Quelle, wenn es um ein Aufeinandertreffen von Linken und vermeintlichen Rechten geht.

Auch das, von FR-Online und in vielen Anderen zitierte, „Beweis“-Video stammt vom YouTube-Kanal von „Kommunalinfo Mannheim“. Es wirkt tendenziös geschnitten. Vor allem, weil es zwar die Übergabe und den Einsatz einer Pfefferspray-Dose zeigt, ausgerechnet die Passage, die dem Einsatz des Pfeffersprays vorausgegangen ist, aber nicht. Leon Stockmann spricht in seiner Stellungnahme auf Facebook jedenfalls von „Selbstverteidigung“.

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Welche Seite die Wahrheit sagt, ist aus der bearbeiteten Version des Videos nicht zu erkennen.

„Kommunalinfo Mannheim“ könnte aber alle Zweifel aus der Welt räumen, indem es die Namen, der angeblichen anwesenden Aktivisten der „Identitären Bewegung“, benennt; und vor allem, indem man das unbearbeitete Rohmaterial der Video-Aufnahmen ins Netz stellt. Bleibt abzuwarten, ob die linken „Aufklärer“ dazu in der Lage oder willens sind.

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