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„Virtue Signalling“: Ersatzmoral der Globalisten

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Von Boris T. Kaiser

Es ist ein Bündnis, das wohl noch für wenigen Jahren kaum jemand für möglich gehalten hätte: Der Schulterschluss zwischen linken Aktivisten und multinationalen Großkonzernen. Möglich wurde diese historische Zäsur durch die AfD. Eine Organisation, die sich selbst die „Stay Behind Foundation“ nennt, macht aktuell mit einer Plakatkampagne Stimmung gegen die Partei, gegen die aktuell so ziemlich jeder Stimmung macht. So weit, so unspektakulär. Auch die schlechten Wortspiele, über „braune Flaschen“ und leckere „Gut-Burger“, statt „Wut-Burger“, auf den Plakaten, machen die Aktion nicht interessanter. Spannend wird das Ganzen für die Öffentlichkeit allein dadurch, dass die Macher der Anti-Werbung, nicht im eigenen Namen sprechen, sondern vorgeben, dies im Namen von Firmen wie CocaCola, McDonalds, Burger King oder Nutella zu tun. Dafür knacken die Polit-Kriminellen Werbekästen in deutschen Innenstädten auf, um die Original-Plakate gegen von ihnen bearbeitete Fälschungen auszutauschen.

Damit verschaffen sie nicht nur ihrer eigenen Aktion, sondern auch den Großkonzernen mehr Aufmerksamkeit, als es die echten Werbeposter je geschafft hätten. Deshalb nehmen einige der Unternehmen, die Gratis-PR-Hilfe von links, auch gerne an. So hat „CocaCola“ auf Twitter einen Tweet geretweetet, in dem es zu dem gefälschten Plakat hieß: „Nicht jedes Fake muss falsch sein.“ Der Tweet kam nicht von irgendwem. Verfasser war Patrick Kammerer, Deutschland-Kommunikationschef von CocaCola.

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Auch ein anderer US-Konzern, mit dem Linke sonst immer auf Kriegsfuß standen, nutzte die Gelegenheit, um einmal „so richtig gut dazustehen“. Die Fast-Food-Kette „McDonalds“ reagierte, ebenfalls auf Twitter, auf einen, zunächst fälschlicherweise in ihrem Namen verfassten, Slogan gegen die AfD, und lies die User wissen: „100% unsere Haltung!“

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Der Gratismut gegenüber der AfD ist ein Paradebeispiel dafür, wie Großkonzerne, die sonst nicht gerade für besonders moralisches Handeln berühmt sind, den linksgrünen Zeitgeist nutzen, um ihr Image aufzupolieren. Bei vielen Einzelhandelsketten gibt es mittlerweile zum Beispiel keine Plastiktüten mehr. Nur noch vermeintlich umweltfreundliche Taschen aus Baumwolle, Recycling-PET oder Papier. Unter den Unternehmen, mit dem neuentdeckten ökologischen Bewusstsein, ist unter anderem der Ramsch-Händler „KiK“. Auf der KiK-Homepage rühmt man sich, ob des „starken Zeichen für die Umwelt“. Wer mag da schon noch nach den Herstellungsbedingungen, der darin transportierten Billigware, oder nach den Dumping-Löhnen für die Arbeiter fragen. Auch der „Rewe“-Konzern, zu dem unter anderem die Discounter-Märkte von „Penny“ gehören, hat keine Plastiktüten mehr an seinen Ladenkassen aushängen. 

Der zweitgrößte Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland beherrscht das Spiel mit dem „Virtue Signalling“ perfekt. „REWE sagt ja! zu Vielfalt und Toleranz“. Damit das auch jeder weiss, hat Rewe im November diesen Jahres, anlässlich des „Internationalen Tags der Toleranz“ der UNESCO, ein Video veröffentlicht, in dem Supermarktmitarbeiter aus der ganzen Welt zu Wort kommen. Diese berichten, dass sie bei „Rewe“, trotz mangelnder Sprachkenntnisse, einen Job bekommen haben; und sich dort in die schöne neue Arbeitswelt integrieren durften. Man müsste schon ganz besonders böswillig sein, um hinter dieser Toleranz, in erster Linie die Gier nach billigen Arbeitskräften zu sehen. Denn bestimmt bezahlt der Konzern seine frisch zugewanderten Mitarbeiter ganz hervorragend. Als Kunde hat man es, gerade im Bereich Service und Verkauf, ja sowieso immer am allerliebsten mit Personal zu tun, dass nicht richtig deutsch spricht. Die Bezahlung für solche Fachkräfte kann also gar nicht hoch genug sein. 

Bei dem Video hat es Rewe natürlich nicht belassen. In den Supermärkten gab es auch Tüten mit bunten Schoko-Erdnüssen zu kaufen. Wer dieses Billig-Imitat der berühmten „M&M’s“, der Rewe-Eigenmarke „Ja“, verschmähte, muss wohl ein Nazi sein. Diabetes und Erdnussallergie dürfen hier keine Ausrede sein! Gegen einen solchen Weltretter-Konzern kann selbst Konkurrent „Edeka“ einpacken. Dort hat man schon 2017 versucht mit einem Online-Video zu punkten, dass dem Konsumenten mittels leeren Regalen vorführen sollte, wie deutsche Supermärkte aussehen würden, wenn Edeka und Co. nicht jeden Tag Lebensmittel aus der ganzen Welt im Überfluss einfliegen lassen würden. 

Bunte Tugend-Protzerei zum Essen gibt es übrigens auch in den USA. Im Mutterland des Virtue Signalling brachte der Eiscreme-Hersteller „Ben & Jerry’s“ ein Anti-Trump-Eis auf den Markt. „Pecan Resist“ heißt die neue Geschmacksrichtung; eine Mischung aus Schokolade, Nüssen und klebrig-süßem „Widerstand“. Auf der Verpackung sind drei Personen mit bunten Haaren und dunkler Haut abgebildet, die den Eindruck vermitteln, es gäbe das gefrorene Fett nur noch bei dubiosen Gestalten am Bahnhof, also quasi beim Eisdealer, zu kaufen. Wir lernen: Beim Speiseeis geht es in erster Linie um die politischen Inhalte und nicht um die Inhaltsstoffe.

Die linkssozialistische Internationale und die Wirtschafts-Globalisten haben erkannt, wie sehr sie einander nutzen können; oder wie sehr sie sich gegenseitig ausnutzen können, um ihre Ziele voranzutreiben. Dies zeigt sich besonders schwerwiegend, bei den Themen Asylrecht und Einwanderung. Die einen wollen offene Grenzen für alle, koste es was es wolle, die andere wollen, durch Einsparungen bei den Löhnen und den Zustrom von Millionen neuer Konsumenten, ihre Profite weiter maximieren.

Ob bei der UN oder der EU, wenn es um Projekte, wie die stetige Erweiterung der „Arbeitnehmerfreizügigkeit“ oder einen weltweiten Pakt für Migration geht, die globalistischen Gutsherren aus der Wirtschaft, sitzen mit den sozialistischen Gutmenschen aus der Politik, entweder von Anfang an im selben Boot, oder sie steigen zu, um es zu entern, sobald sie merken, dass ihnen die Naivität der linksgrünen Ideologen von Nutzen sein kann. 

Wer dabei wem mehr auf den Leim geht, muss sich langfristig erst noch zeigen. Einerseits hilft die politische Linke der Wirtschaft beim Import von neuem Humankapital. Auch die Subventionen und staatlichen „Investments“, zum Beispiel für den Bau neuer Wohnungen und die Schaffung neuer Bildungsträger in der Hartz-IV- und Integrations-Industrie, nimmt die Wirtschaft sicherlich gerne an. Das gleiche gilt für die Unsummen, die sich die Politik für alles aus der Tasche ziehen lässt, was das Öko-Label „Nachhaltigkeit“ trägt. 

Langfristig kann es aber durchaus sein, dass sich der Kapitalismus, mit der Kapitalisierung linker Werte und Ideen, sein eigenes Grab schaufelt. Nicht nur, weil die Entwicklung dabei immer weiter Richtung Planwirtschaft geht. Irgendwann könnten sich die Sozialisten, in den weltweiten Regierungen, auch wieder daran erinnern, dass sie den Kapitalismus eigentlich ja gar nicht mögen und dass, aus der „Not und den Grundbedürfnissen“ der Menschen, niemand Profit schlagen sollte. Wenn ihnen dann noch wieder einfällt, dass „der Staat sowieso alles besser weiss und kann“, dürfte es so manchem Wirtschaftsboss gehen, wie einer fettgefressenen Weihnachtsgans, die kurz vor Heiligabend ihr böses erwachen erlebt.

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