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Generation Pussy

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vGTA7BK7_400x400Von Boris T. Kaiser

An einer Universität in den USA leidet, einer aktuellen Studie zufolge, aktuell jeder vierte Psychologiestudent an einem Posttraumatischem Belastungssyndrom. Schuld daran ist, so konnte man lesen, die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten. Insbesondere der „spalterische Ton“ im Wahlkampf soll, laut der Macherin der Studie, zu viel für die zarten Seelen der „Studierenden“ gewesen sein. Man mag sich nicht ausmalen, wie diese Psychologiestudenten später einmal in der Psyche von Menschen herumpfuschen werden, die tatsächlich echte traumatische Erlebnisse zu verarbeiten haben.

Die Geschichte ist geradezu sinnbildlich für eine Generation, die den Diskurs, geschweige denn den Disput, nicht mehr gewohnt ist. „Snowflakes“, wie die um die Jahrtausendwende aufgewachsenen Menschen in den USA häufig sehr treffend bezeichnet werden, sind das Ergebnis einer Erziehung, die sie von Geburt an in Watte gepackt und sie dort auch nicht mehr rausgelassen hat. „Millennials“ hatten nie die Chance zu starken Persönlichkeiten zu werden. Sie wurden vor allem bewahrt, was im Moment des Erlebens wehtut, langfristig aber den Charakter stärkt. Vielleicht ist die „Generation Pussy“ auch deshalb nicht nur die sensibelste, sondern auch die Gleichförmigste, die die freie Welt je gesehen hat.

Schon am ersten Uni-Tag, nachdem Donald Trump im November 2016 die Präsidentschaftswahlen in den USA gewonnen hatte, waren viele Studenten so mit den Nerven am Ende, dass sie sich nicht in der Lage fühlten am Vorlesungsalltag teilzunehmen. Die Universitäten wussten offenbar genau, welch zarte Pflänzchen sie sich da herausgezüchtet haben. So standen dort auch schnellstens Beratungsbroschüren, Therapiegespräche, und sogar Rückzugsräume mit Teddybären, Katzen- und Hundewelpen sowie Malbüchern für die geschockten Studenten zur Verfügung.

„Safe Space“ nennt man solche „Schutzräume“. Hier wird die geistige Sagrotan-Generation von schädlichen Umwelteinflüssen wie zum Beispiel Kritik und anderen Meinungen abgeschirmt.

Für die zarte Seele und das aufgeweichte Gehirn eines angehörigen der Generation Pussy ist alles gefährlich was, nach Generation-Pussy-Verständnis, politisch nicht korrekt ist. Dieser Zeitgeist des Ungeistes kann sogar alte Meisterwerke der Kunst oder der Weltliteratur treffen. Hochschulabsolventen der University of California in Santa Barbara haben bereits vor Jahren sogenannte Trigger-Warnungen auf Büchern gefordert, wenn diese etwa Mord und Totschlag oder Szenen sexueller Gewalt enthalten.

Wer nun glaubt, all dies seien reine US-Phänomene, könnte nicht falscher liegen. 2018 forderten angehende Akademiker aus Großbritannien solche Warnhinweise für Kurse an der Universität von Cambridge, um allzu sensible Mitstudenten vor dem literarischen „Don Krawallo“ William Shakespeare zu schützen.

Weite Teile der Weltliteratur sind inzwischen bereits durch die politisch korrekte Endkontrolle unserer Zeit gegangen. So wurde beispielsweise der „Negerkönig“, in den Büchern von Astrid Lindgren, durch den „Südseekönig“ ersetzt.

Auch die bildenden Künste bleiben, von der Sheriffs der „Politically Correct Police“, nicht unangetastet. Jede Beleidigung, ihrer ideologisch verblendeten Augen, scheinen diese wegsprengen zu wollen, wie die Taliban die Buddha-Statuen von Bamiyan.

Die Manchester Art Gallery hat Anfang 2018 das Gemälde „Hylas und die Nymphen“, des Meistermalers John William Waterhouse, aus dem Jahre 1896, abhängen lassen. Grund war die für die Zeit typische Darstellung der nackten Frauen auf dem Bild. Mit der „temporären“ Entfernung des Werkes, so hieß es, wollte das Museum eine Debatte über Sexismus anregen.

Alles, selbst die Vergangenheit, wollen sie zwanghaft ihrem Zeitgeist anpassen. Das politisch Inkorrekte darf, unter der Herrschaft der „Social Justice-Warrior-Taliban, nicht existieren. Noch nicht einmal als historisches Zeitdokument vergangener Tage. Es ist diese Unkultur, diese dümmliche Mischung aus Hypersensitivität und Selbstgerechtigkeit, die die „Millennials“ so gefährlich macht. Nicht zuletzt gefährlich lebensunfähig. Ob beim Tinder-Date, im Job oder bei der Kindererziehung, so Kinder noch vorhanden sind, „Snowflakes“ sind mit allem irgendwie überfordert. Über die Auswirkungen dieser Überforderung jammern sie dann bei sogenannten „Poetry-Slams“, diesen pseudointellektuell überhöhten Vorlesewettbewerben für selbstverfasste Kalendersprüche.

Die „Generation Pussy“ ist immerzu „offended“, also dauerbeleidigt. Meistens von der Wahrheit. Die Fetten wollen nicht hören, dass sie fett sind. Die „Bildungsfernen“ wollen nicht als doof bezeichnet werden. Die Gutmenschen sind beleidigt, wenn man sie mit der Tatsache konfrontiert, dass ihr Altruismus in Wirklichkeit nur eine besonders naive Form der Ignoranz ist. Wer den Leuten all das trotzdem sagt, ertrinkt in einem Meer von Tränen; oder wird vom Shitstorm weggeblasen. Zurück bleibt ein finsterer „Safe Space“ der geistigen Leere.

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