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Generation Tinder

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Von Boris T. Kaiser

Flirt-Apps wie Tinder bilden naturgemäß einen ziemlich guten Querschnitt der aktuellen Gesellschaft ab. Singles, auf der Suche nach Liebe oder oft auch nur schnellem Sex, gibt es in allen sozialen und intellektuellen Schichten. Im digitalen Zeitalter suchen viele von ihnen Ihr Glück auch in und über die modernen Online-Singlebörsen. Deshalb können diese nicht nur bei der Partnersuche helfen, sie können auch zu ziemlich interessanten und realistischen Sozialstudien dienlich sein.

Der Begriff „realistisch“ könnte in diesem Fall etwas missverständlich sein. Denn im Internet, ja auf der Partnersuche generell, präsentieren sich die meisten natürlich von ihrer allerbesten Seite; oder von dem was sie dafür halten. Aber wenn man dies weiss, und in seine Charakterstudien mit einrechnet, muss dies kein ergebnisverfälschendes Hindernis sein. Im Gegenteil. Es kann das Bild, dass man von der bei Tinder und Co. vertretenen Generation bekommt, sogar ziemlich gut abrunden.

Wer sich die „Generation Tinder“ betrachtet wird schnell feststellen: Je jünger die Leute sind, desto hirngewaschener sind sie. Dies lässt sich nahezu in Jahresschritten messen. Mit jedem Jahr, von sagen wir mal 39 abwärts, steigt die geistige Schnittmenge mit den Mainstream-Medien und der Regierung. „FCK AfD“, „Open Minded“, „Refugees Welcome“ und Regenbogen-Emoji im Tinder-Profil, und Du kannst sicher sein: Durch dieses hübsche Köpfchen sind noch nicht viele eigene Gedanken gegangen.

Virtue Signalling ist das „Mein Auto, mein Haus, mein Boot“ der Digital Natives. Musste man(n) auf der Balz einst zeigen was man im Leben erreicht hat, um der Damenwelt zu signalisieren, welch guter Versorger man für sie sein könnte, geht es heute vor allem darum zu beweisen, wie tolerant und weltoffen man doch ist. Weltoffenheit glaubt man, in der „Generation Tinder“, vor allem durch ständiges „traveling“ zu erlangen. Immer unterwegs, auf der langen Flucht vor sich selbst; nicht merkend, dass man quasi in der eigenen Filterblase durch die Welt schwebt und sich überall mit Leuten umgibt, die genauso ignorant und pseudotolerant sind wie man selbst.

Natürlich stellt die Damenwelt insgeheim immer noch die gleichen Ansprüche und Anforderungen an die Männer wie eh und je. Genetische Programmierung lässt sich, auch im Zeitalter von Tinder, eben nicht einfach so wegwischen. Aber heute werden egoistische Wünsche so verpackt, dass sie die eigenen Lebenslügen nicht auffliegen lassen.

Eine junge Frau, deren Tinder-Profil sich liest wie das Kurzwahlprogramm der Grünen oder der Linkspartei, kann natürlich nicht im gleichen Atemzug zugeben, dass sie keinen bildungsfernen, arbeitslosen Typen aus der sozialen Unterschicht und schon gar keinen „gesellschaftlich abgehängten“ Ausländer daten möchte. Deshalb wird sie es in etwa so formulieren:

„ Du solltest der deutschen Sprache mächtig sein.“

Oder, etwas kecker und dafür weniger „Nazi-Sprech“: „Grammatik ist sexy!“

Den Wunsch nach sozialer Absicherung und teuren Geschenken wird das gemeine Flirt-Schneeflöckchen in einer Weise äußern, die an den Mann als Mensch appelliert:

„Du solltest mit beiden Beinen im Leben stehen. (Oft verbunden mit der meist dreisten Lüge: „Denn ich tue es auch.“)

„Du solltest wissen was Du willst.“

„Du solltest wissen wie man eine Frau behandelt.“

„Du solltest kein Stubenhocker sein“ (sondern mit mir vereisen und mich möglichst oft ausführen.)

Überhaupt gibt es ganz schön viele „Du solltest“ und Du solltest nicht“ in den Partnerwahl-Kriterien vieler, die sich so wahnsinnig „open minded“ geben. Auch dabei geht es generationssymptomatisch verlogen und doppelzüngig zu. Man bzw. Frau betont erst wie sehr sie an einer ernsthaften Beziehung („No ONS“) und an einer tiefsinnigen Seelenpartnerschaft interessiert ist, um dann eine Liste von Ausschlusskriterien hinterherzuschieben, bei der Eines oberflächlicher ist als das Nächste. Man sehnt sich, inmitten all dieser Verlogenheit, förmlich zurück nach der ehrlichen Oberflächlichkeit der „Spassgesellschaft“ der 1990er Jahre.

Die heutigen Double Standards spielen auch beim Online-Flirt vor allem den Frauen in die Hände. Während Männer auf keinen Fall irgendeine Form von „Body Shaming“ betreiben, oder sonstige eigene Ansprüche an die Frau haben dürfen, erlauben sich Frauen ganz selbstverständlich den gewünschten Mann, nicht nur charakterlich bis ins kleinste Detail, sondern auch was das Aussehen angeht, geradezu steckbriefartig zu beschreiben. Inklusive Haarfarbe (mit unter sogar Hautfarbe), Figur und Größe. Nirgendwo ist der Mensch mehr von seiner innersten Natur getrieben als bei der Paarungssuche. Virtue Signalling kann verschleiern, aber nicht verändern.

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Eine Antwort

  1. Neu ist das nicht, auch früher schon musste Mann seine eventuell unpopulären Überzeugungen zur Seite schieben um zum Stich zu kommen.
    „Zieh dich aus und leg dich hin, ich will mit dir über die Blockade der Castor Transporte reden…“

    Ironischerweise war das bei Frau nicht viel anders, das man bei dem coolen Typen mit Anti-Birne Aufnäher auf dem Parka keine Chance hatte wenn man die CDU nicht kritisch gesehen hat war auch klar.

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