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#UnfollowMe: Bumerang für linken Gratismut

Von Boris T. Kaiser

In den sozialen Netzwerken macht gerade Mal wieder ein Hashtag aus der Kategorie Gratismut die Runde. Unter #UnfollowMe rufen Prominente all jene dazu auf, ihnen zu entfolgen, die „rechtes Gedankengut pflegen“. Ins Leben gerufen hat die Kampagne die Organisation „Laut gegen Nazis“
Obgleich der WDR sie in der ARD-Mediathek als „weltweit synchronisierte Social-Media-Aktion“ bezeichnet, beteiligen sich an ihr vor allem deutsche Stars und Sternchen. In einem eigens produzierten Video treten Leute wie Smudo von den „Fantastischen Vier“, der Schauspieler Frederick Lau oder die YouTuberin Visa Vie auf und fühlen sich dabei wahnsinnig wichtig und mutig.

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https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2018/bumerang-fuer-linken-gratismut/

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Liebling der Medien

Für die Junge Freiheit porträtiere ich in dieser Woche die amerikanische Sawsan Chebli: Alexandria Ocasio-Cortez Die frischgebackene Kongressabgeordnete ist der Shootingstar der US-Demokraten und neue Liebling der linksliberalen Medien. Grund hierfür ist vor allem ihre geschickt eingesetzte Biographie.

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Diskursverweigerung: Wehret den rechten Büchern

Von Boris T. Kaiser

Ihre Bücher heißen „Die letzten Tage des Patriarchats“ oder „Untenrum frei“. Obenrum scheint es bei der feministischen Schriftstellerin und Spiegel-Online-Kolumnistin Margarete Stokowski nicht ganz so frei zuzugehen. Die Autorin hat eine Lesung bei der renommierten Münchner Buchhandlung Lehmkuhl abgesagt. Grund für die Absage: In der Buchhandlung werden doch tatsächlich auch Bücher nicht-linker Autoren, ja sogar rechter Verlage, verkauft. Konkret geht es vor allem um Werke aus dem Verlag Antaios.

Sie könne in keiner Buchhandlung lesen, die Bücher von Rechten und Rechtsextremen im Regal stehen habe, weil dadurch „rechtes Denken normalisiert“ werde, begründete Stokowski die Absage. Die Erklärung liest sich wie das selbstgefällige Manifest einer Autorin, die von der Unantastbarkeit des eigenen Denkens so überzeugt ist, daß es ihr gar nicht in den Sinn zu kommen scheint, daß der immer enger werdende öffentliche Meinungskorridor irgendwann einmal auch ihr selbst zum Verhängnis werden könnte. Diese besonders naive Form der Arroganz stellt man in diesen Tagen ja bei vielen Kreativen fest.

Nur zu Recherche-Zwecken

Diese Haltung spiegelt sich auch in der E-Mail wieder, mit der Stokowski, die auch regelmäßig für die Zeit und natürlich die taz schreibt, ihre bereits ausverkaufte Lesung gegenüber Lehmkuhl abgesagt hat. Dankenswerterweise hat sie auch diese – zumindest auszugsweise – veröffentlicht. In der Mail gesteht sie Buchhandlungen immerhin noch zu, weiterhin Nietzsche und Carl Schmitt zu verkaufen, obwohl diese „in rechten Kreisen beliebt“ sind. Auch Wagner darf, mit freundlicher Genehmigung von Frau Stokowski, weiterhin gehört werden.

Mit „neuer rechter Literatur“ sieht es allerdings etwas anders aus. Wer diese zu Recherche-Zwecken lesen müsse (einen anderen Grund kann es für sie dafür selbstverständlich nicht geben) solle sie über die Verlage beziehen oder noch besser nur in Archiven und Bibliotheken lesen. Damit gehört Stokowski in ihren Kreisen noch zu den Toleranteren. Es gibt nicht wenige Linke, die „neurechte Literatur“ nicht einmal dort sehen wollen.

Tatsächlich hatte auch die Buchhandlung die Antaios-Bücher nur unter der Rubrik „Neue Rechte, altes Denken“ angeboten, was Michael Lemling, der Geschäftsführer der Buchhandlung, damit rechtfertigte, daß wer sich gegen Rechts engagiere wissen sollte, „was Rechte denken und lesen, wie sie argumentieren“. Trotz alledem findet es die feministische Literatur-Politesse „sehr falsch, diese Titel im Angebot zu haben“.

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Die Simpsons: Apu muß der Political Correctness weichen

Boris T. Kaiser

Irgendwann erwischt es jeden“, so lautet ein geflügeltes Wort. In Zeiten der überbordenden politischen Korrektheit ist das, was da jeden irgendwann erwischt, nicht selten der Vorwurf des Rassismus. Nun hat es jemanden erwischt, der damit wohl nicht gerechnet hat, nicht rechnen konnte, weil er eigentlich nur ein fiktiver Charakter in einer Zeichentrickserie ist.

Wohl aber ein legendärer. Apu Nahasapeemapetilon, der lustige indische Supermarktverkäufer aus der Kultserie „Die Simpsons“ soll, so der Vorwurf, eine rassistische Stereotype sein. Die Macher wollen ihn deshalb jetzt angeblich aus der Serie verschwinden lassen.

Es geht nicht nur um Apu

Fast 30 Jahre laufen die Simpsons nun schon weltweit im Fernsehen. In diesen 30 Jahren spielten die Autoren und Zeichner der Cartoon-Reihe auch immer wieder mit allerlei Klischees bei der Charakterisierung ihrer Protagonisten. Dies war für die klassisch liberalen Serienmacher bisher nie ein Problem. Schließlich bekamen alle satirisch thematisierten Gruppen gleichermaßen ihr Fett weg: Krusty, der neurotische jüdische Clown, dessen orthodoxer Vater nie so richtig zufrieden mit ihm war. William MacMoran, der rauflustige schottische Hausmeister, der in einer heruntergekommenen Hütte auf dem Schulgelände wohnt.

Fat Tony, der Italo-Amerikaner, der natürlich bei der Mafia ist. Wenn man sich die Serie einmal ganz genau betrachtet, besteht sie eigentlich nur aus Klischees und Stereotypen.

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Generation Pussy

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vGTA7BK7_400x400Von Boris T. Kaiser

An einer Universität in den USA leidet, einer aktuellen Studie zufolge, aktuell jeder vierte Psychologiestudent an einem Posttraumatischem Belastungssyndrom. Schuld daran ist, so konnte man lesen, die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten. Insbesondere der „spalterische Ton“ im Wahlkampf soll, laut der Macherin der Studie, zu viel für die zarten Seelen der „Studierenden“ gewesen sein. Man mag sich nicht ausmalen, wie diese Psychologiestudenten später einmal in der Psyche von Menschen herumpfuschen werden, die tatsächlich echte traumatische Erlebnisse zu verarbeiten haben.

Die Geschichte ist geradezu sinnbildlich für eine Generation, die den Diskurs, geschweige denn den Disput, nicht mehr gewohnt ist. „Snowflakes“, wie die um die Jahrtausendwende aufgewachsenen Menschen in den USA häufig sehr treffend bezeichnet werden, sind das Ergebnis einer Erziehung, die sie von Geburt an in Watte gepackt und sie dort auch nicht mehr rausgelassen hat. „Millennials“ hatten nie die Chance zu starken Persönlichkeiten zu werden. Weiterlesen

Transgender-Politik: Trump gegen die Apostel der Vielfalt

Von Boris T. Kaiser

Donald Trump muß wenig tun, um die Wut der Linksliberalen in den USA und auf der ganzen Welt gegen sich anzuheizen. Es genügt im Grunde schon, wenn er morgens aufsteht. Nun will der US-Präsident aber scheinbar wieder Mal einen draufsetzen. Er und seine Regierung planen offenbar, künftig nur noch zwei Geschlechter staatlich anzuerkennen.

Die Definition, welchem Geschlecht ein Mensch angehört, soll wieder allein auf den Geschlechtsorganen basieren, mit denen dieser Menschen geboren wurde. Dies ist ein enormer Affront gegen den Zeitgeist, wonach das Geschlecht vor allem ein soziales Konstrukt und demnach eine freiwählbare Option sei. So ließ der unvermeidliche „Shitstorm“, auf dem Donald Trump vermutlich inzwischen jeden Morgen nach dem Aufstehen mit einem breiten Grinsen ins Oval Office gleitet, auch nicht lange auf sich warten.

Die „Nazikeule“ hat ihren Schrecken verloren

„WontBeErased“, was so viel heißt wie, „Wir lassen uns nicht auslöschen“, hieß der Hashtag, der es prompt ganz nach oben in den Twittertrends schaffte. Damit legten die Transgender-Aktivisten ihre Empörungslatte direkt so hoch wie nur irgendwie möglich.

„Auslöschung“. Da ist er wieder: Der „Hitler mit der blonden Tolle“, zu dem die Linke Donald Trump nicht erst seit seinem Amtsantritt Tag für Tag zu machen versucht. Wie weit diese Nummer nach weit über eineinhalb Jahren Amtszeit noch zieht, ist allerdings fraglich.

Wer mit Amerikanern außerhalb der linksliberalen Blase spricht, wird festellen, daß die „Nazikeule“ in den USA mittlerweile ähnlich stumpf geworden ist wie hierzulande. Dies gilt übrigens nicht nur für eingefleischte Trump-Anhänger. Auch Amerikaner, die nicht Trump (oder überhaupt nicht) gewählt haben, ist mittlerweile aufgefallen, daß die „Nazikeule“ immer dann rausgeholt wird, wenn es darum geht, die politischen Argumente der Konservativen zu ersticken.

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